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15.07.2015

PROPAGANDA 2.0

Über den Alltag radikalisierter Jugendlicher im Web 2.0

© LOGO jugendmanagement


Hier gibt es die Publikation von Mag. Stefan Ederer als kostenloser Download

Fachbroschüre „Jihadisten, arische Gotteskrieger und der Mann, der Mahatma Gandhi erschoss"

Steirischer ESO-Jahresbericht 2015


Inhalt

  • GRUNDLAGEN
  • FACEBOOK-INHALTE UND SALAFISMUS
  • ALLTAG FACEBOOK
  • GESCHLECHTERBILDER
  • SINNSUCHE UND PRÄVENTION


Auszug aus der Einleitung


In den letzten Monaten war in vielen Medien das Thema von Jugendlichen, die sich der islamisitsch-jihadistischen Gruppe IS (Islamischer Staat, vormals ISIS, bzw. ISIL) anschlossen und für diese Gruppe in den Kampf in den Irak und Syrien zogen, sehr präsent. Besonders ein österreichischer Islamist, Faris H., gelangte aufgrund seines Facebook-Profils zu zweifelhafter Berühmtheit – nicht zuletzt dank Medien wie z.B. Puls 4, die mit dem „Austro-Jihadisten", so die Bezeichnung des Fernsehsenders, ein Interview führten. Auf besagtem Profil berichtete er stets „Neuigkeiten" und stellte das Leben in den von IS kontrollierten Gebieten dar.
Weniger bekannt ist, dass bereits im Dezember 2013 – also fast ein Jahr vor dem großen medialen Interesse an diesem Thema – britische Jugendliche sich dem IS, der damals noch hauptsächlich in Syrien gegen das Assad-Regime operierte, anschlossen. Das Magazin „Vice" berichtete schon damals von deren Selbstinszenierung auf Facebook (6.12.2013) (http://www.vice.com/alps/read/dschihad-selfies-britische-extremisten-in-syrien-lieben-social-media letzter Aufruf: 15.09.2014) und sprach von ISIS als einer „Jugendkultur" (6.11.2013) (http://www.vice.com/alps/read/al-qaidas-teenager-fanclub-0000576-v9n10 letzter Aufruf: 15.09.2014) in Syrien. Seither zieht es aus zahlreichen europäischen Staaten indoktrinierte Jugendliche zum IS. Es handelt sich also um ein europäisches Problem.

Dass die neuen sozialen Medien für die Lebensrealität von Jugendlichen immer wichtiger werden, dürfte mittlerweile eine Binsenweisheit sein. Doch scheint die Tragweite dieser Binsenweisheit noch weithin unterschätzt zu sein. Das so genannte Web 2.0 ist alltäglicher Begleiter im Leben der Jugendlichen geworden: Nicht daran teilzunehmen, heißt etwas Entscheidendes verpassen. In dieser Kurzstudie soll demnach Licht auf das Leben von Jugendlichen auf Facebook geworfen werden, bei denen es Anzeichen einer Sympathie mit sehr radikalen islamistischen Vorstellungen gibt. Einige von ihnen sympathisieren offen mit dem IS, einige verdeckt und bei vielen lässt sich kein genaues Urteil treffen. Wie aber sieht deren Alltag auf Facebook aus? – Im Rahmen dieser Kurzstudie soll ein Überblick über die verschiedenen Inhalte gegeben werden, die Jugendliche und junge Erwachsene auf Facebook teilen. Diese Inhalte sollen unter verschiedenen Aspekten beleuchtet werden, die ich in Kapitel geteilt habe. Davor wird im Grundlagenkapitel Facebook (Kapitel 2) einiges Einleitendes zur Rolle des Mediums Internet und speziell zu Facebook dargestellt werden. Im Grundlagenkapitel Religion (Kapitel 3) wird auf für diese Untersuchung wichtige Grundlagen des Salafismus eingegangen werden. Alle Jugendlichen, die einschlägiges Material gepostet haben, sind Anhänger der salafistischen Auslegung des Islam. Daher soll hier ein Blick auf die Theologie und die verschiedenen politischen Ausprägungen des Salafismus geworfen werden. Die Facebook Inhalte werden dann unter diesen Aspekten diskutiert werden.
In Kapitel 4 soll untersucht werden, wie sich der Salafismus in den Inhalten auf Facebook manifestiert, welche Symbole verwendet werden, und wie eine Nähe zum Salafismus erkennbar ist.
In Kapitel 5 soll die Rolle von Facebook für die Radikalisierung Jugendlicher in das Blickfeld genommen werden. Wie sieht der Alltag dieser Jugendlichen auf Facebook aus? Hier werden die Postings dann auf einer Skala von harmlosen bis hin zu sehr radikalen Postings verortet.
Kapitel 6 wird die Geschlechterverhältnisse unserer ProtagonistInnen behandeln. Der IS spricht gezielt auch Frauen in seiner Rekrutierungsstrategie an. Was sind mögliche Ursachen für Frauen und junge Mädchen nach Syrien zu ziehen? Welche Fremd- und Selbstbilder sind hier vertreten?
Schließlich soll im letzten Kapitel, Kapitel 7, noch Ursachen der Radikalisierung und theoretische Möglichkeiten der Prävention betrachtet werden. Diese betreffen das wichtige Thema der Identität von Jugendlichen aber auch den Umgang mit den digitalen sozialen Medien.

PROJEKTE:

Mitmischen bei den Wahlen in der Steiermark und Vielem mehr. Verbindungen knuepfen, Gemeinsamkeiten entdecken, Bewusstsein schaffen. Beteilige dich an den ersten steirischen Jugendgesundheits-konferenzen! Gesundheitskompetenz in der professionellen, ausserschul. Jugendarbeit.

Stadt Graz, Amt für Jugend und Familie auf www.graz.atLand Steiermark, Abteilung 6 Bildung und Gesellschaft auf www.verwaltung.steiermark.at

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