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DER STEIRISCHE ESO-JAHRESBERICHT 2012

Im Folgenden finden Sie wie üblich den gesamten Text des Berichts sowohl im Artikel-Format als auch als Download

Der steirische ESO-Jahresbericht 2012© LOGO Jugendmanagement

Der steirische ESO-Jahresbericht als Download


KURZTEXT

Das Ende des Mayakalenders bewirkte ein Ansteigen apokalyptischer Ängste und Hoffnungen auf eine „neue" Erde. Die Endzeitvisionen vermengen sich mit einer latenten Unsicherheit bezüglich der Zukunft Europas und des Euros. In der Bevölkerung ist die Wintersonnenwende 2012 Gesprächsthema, an ein totales Ende glauben Wenige, doch Verunsicherung ist spürbar, auch bei einem Teil der Jugend. Ein intensives Eintauchen in apokalyptische Ängste und Vorstellungen unter esoterischen oder fundamentalistischen Vorzeichen kann den Einzelnen psychisch schädigen, Weltflucht verhindert die Bewältigung der Alltagsprobleme. Die Wissenschaft gibt Entwarnung: Es gibt keinen Beleg, dass die alten Maya mit dem Ende ihres Kalenders eine Katastrophenzeit voraussagten.

Yoga geriet in das Kreuzfeuer der Kritik; einerseits durch überspannte, leistungsorientierte Körperübungen, andererseits durch Berichte über sexuellen Missbrauch in der international tätigen, von Wien ausgehenden und auch in der Steiermark wirkenden Vereinigung „Yoga im täglichen Leben". Auch die Ausbildungen zum / zur YogalehrerIn in Indien verunsichern im ländlichen Bereich der Steiermark das soziale Umfeld. Wichtig ist es, mit den missbräuchlichen Auswüchsen nicht jede Form des Yoga zu diskriminieren, da Yoga durchaus positive Möglichkeiten bieten kann. Vor der Verbindung von Yoga mit autoritären, abhängig machenden MeisterInnen ist zu warnen.

Scientologyanfragen haben Hochsaison. Die starke mediale Berichterstattung über die umstrittene Organisation wirkt sich auch auf die Steiermark aus, ein scientologisches Wachstum kann hier aber nicht festgestellt werden. Im Zentrum des Interesses stehen das Verhältnis und der Umgang Scientologys mit Kindern und Jugendlichen.

Kritische Anfragen zum tibetischen Buddhismus mehren sich. Die breit gestreute mediale Berichterstattung, der Dalai Lama sei CIA-Agent (gewesen), verunsichert „frei schwebende" AnhängerInnen und SympathisantInnen und kratzt am Image des „Gottkönigs".

Christlicher Fundamentalismus ist in der Steiermark im Vormarsch. Dämonenaustreibungen, antiquierte Moralvorstellungen (kein Sex vor der Ehe) und eine militante Sprache gehören zum Handwerkszeug derartiger, auf die Jugend abzielender Gruppen.

Mit der staatlichen Anerkennung einer Schamanenausbildung verabschiedet sich die Republik Österreich teilweise vom wissenschaftlich-rationalen Weltbild, das die Grundlage der modernen Demokratien ist. Neoschamanismus boomt ungebrochen in der Steiermark, Visionssuchekurse für Jugendliche finden statt.

Ideologisch nicht gefestigter Protest-Rechtsextremismus ist vereinzelt in steirischen Schulen zu beobachten. Das Bedürfnis nach Informationen über die schwarze Szene und dem NSBM (Nationalsozialistisches Black Metal) ist groß.


AUSFÜHRLICHER TEXT

MODERNE APOKALYPSE

Die weitreichende Vermarktung des Mayakalenders, der angeblich für die Wintersonnenwende 2012 das Ende der Welt oder aber, in anderer Interpretationsart, einen spirituellen Neubeginn prophezeit, hat spätestens 2012 auch Teile des nicht-esoterischen Bevölkerungssegments erfasst. Die Zahl der an einen Weltuntergang Glaubenden ist in der Steiermark eine Minderheit, mehr Personen können sich einen spirituellen Neubeginn vorstellen, der letzten Veröffentlichungen zufolge u.a. als Prozess bis 2032 gedeutet wird. Viele nehmen den Weltuntergang nicht ernst, reden aber darüber und meinen schließlich: „Na ja, vielleicht stimmt es doch, wer weiß!" Heitere Gemüter, vor allem Jugendliche, planen Weltuntergangpartys. Dennoch: Wie ich erkennen musste, werde ich immer wieder vor allem von jungen Menschen auf den Weltuntergang im Dezember 2012 angesprochen. Motto: „Was halten Sie davon? Könnte da was dran sein?"

Unsere Geschichte wimmelt nur so von Weltuntergängen, angeblich sollen es an die 1000 sein, die prophezeit wurden, um dann nicht einzutreten.

Die aktuelle Endzeiterwartung speist sich vor allem aus drei Quellen. Aus

  • dem Ende des Mayakalenders, das als Weltuntergang interpretiert wird
  • der christliche Apokalypse als kulturprägendem Muster
  • Endzeitvorstellungen anderer Religionen; Mythen von Ende und Neubeginn sind ein weltweit verbreitetes Kulturengut, nicht zuletzt auch im Bereich der indigenen Nationen

Moderne Nachfahren der Maya haben wenig Interesse am Ende ihres Kalenders, symptomatisch die Aussage eines Mayachiefs: „Ich habe von diesem Zeug genug!" (Cit. Nach Hugo Stamm, siehe Quellen). Nun ist sogar ein neu entdeckter Ur-Mayakalender aufgetaucht, der 7000 Jahre in die Zukunft reicht. Von Weltuntergang keine Spur! Die politischen Probleme, die die Mayanachfahren mit der Regierung haben, werden in der zeitgenössischen Esoterik nicht erwähnt. Das ist offensichtlich zu „weltlich". Einige Mayas machen sich den Boom zunutze und ziehen als eine Art esoterische Propheten durch Europa, die kundengerecht einen spirituellen Neuanfang ankündigen.

Die Wissenschaft betont, dass keine Mayaschrift eine Katastrophe für 2012 voraussagt. Allerdings glaubten die Maya an eine kosmische Flut, die aber die Erde nicht zerstört sondern erneuert. Im Weltbild der Maya geht die Welt symbolisch jedes Jahresende unter und wird durch spezielle Rituale neu geschaffen. Im Zentrum des Interesses stand der Neubeginn. Endlose zyklische Entwicklungen prägten das Bewusstsein der Maya. Während also die Mayaquellen bezüglich 2012 schweigen, wurden und werden viele esoterische Spekulationen seit 1984 (Josè Argüelles) publiziert und in Seminaren gelehrt. Der Mayakalender selbst ist ein kompliziertes zyklisches System, geprägt durch wiederkehrende Zeitalter. Die Zeit erscheint als unendlich, ohne Anfang und Ende, und eignet sich somit eigentlich nicht für apokalyptische Spekulationen.

Apokalyptische Ängste spiegeln oft die politische, soziale und wirtschaftliche Situation der Gesellschaft. Der sozial abgesicherte Mensch neigt weniger zu apokalyptischen (Wunsch-)Vorstellungen. Die gegenwärtige Eurokrise und neoliberal geprägte Durchlöcherung des Sozialstaates, verbunden mit dem großen Druck für ArbeitnehmerInnen in Firmen und auf dem Arbeitsmarkt, ist ein guter Nährboden für apokalyptisches Denken, für die Hoffnung auf bessere Verhältnisse in einer „neuen", als Paradies gedachten Welt.

Etliche EsoterikerInnen lehren und beschwören die Ende 2012 bevorstehende Trennung der Menschen, vereinfacht ausgedrückt in jene der Guten und der Bösen. 2012 als Jüngstes Gericht. Grundtenor der angeblich göttlichen Botschaften: Nur Menschen mit einem spirituellen Bewusstsein werden überleben, werden der höheren energetischen Schwingung des Wassermannzeitalters gewachsen sein. MaterialistInnen werden die „vermehrten Energiezuflüsse der Zeitenwende" nicht aushalten. Kommerzielle Seminare und Übungen sollen dem nachhelfen. Denn: Die „Lichtschwingungs-Verträglichkeit" wird für das Überleben ausschlaggebend sein.

Die es nicht schaffen, werden nicht gerade liebvoll tituliert. Der boomende 2012-Prophet Johannes Holey, Vater des ebenfalls am 2012-Mythos mitnaschenden bekanntesten deutschen esoterischen Rechtsextremisten Jan van Helsing, phantasiert von „lustvoll in der niederen Materie Verhafteten", die dann sterben müssen. Im „Lager der Rückständigen" finden wir die körperlich Gesinnten, die „Tiermenschen", „erdgebundene und disharmonische Geschöpfe". Die Endzeit als gerechtes „Langzeit-Abrechnungssystem" für „niedere Menschen". Diesem offensichtlichen kosmischen Abschaum steht das „Lager der Lichtwesen" gegenüber.

Die Endzeitängste können für den Einzelnen zu Problemen führen. Dazu zählen:

  • Eine Fixierung auf den Guru oder Propheten, der als göttliches Sprachrohr gilt, dessen Anweisungen der einzige Weg zum Überleben sind. Der Guru erhält Macht über die AnhängerInnen, schottet sie nach außen ab. Dazu kommt, dass gerade Endzeitängste stark an die jeweilige Heil versprechende Gruppe binden.
  • Die dabei oft im Bewusstsein stattfindende Trennung zwischen der minderwertigen Alltagswelt, deren Anforderungen vom Einzelnen manchmal nicht mehr gemeistert werden können und der spirituellen Welt entfremdet von dem realen Leben in der Gesellschaft. Immer mehr findet das Leben in einer Scheinwelt statt. Werden esoterische Endzeit- oder Neubeginnspekulationen übermächtig, setzt eine Flucht vor der Wirklichkeit ein. Beispiele sind belegt, dass diese Entwicklung zu einer Bewusstseinsspaltung, Konzentrationsproblemen, Halluzinationen und Wahrnehmungsverschiebungen führen kann.
  • Der esoterische Kult um das Überleben bzw. den Aufstieg in höhere Bewusstseinswelten kann die narzistische, egozentrische Persönlichkeit fördern.
  • Vernunft wird, wie des Öfteren bei „Sekten" oder in Teilen der Esoterik, als Hindernis auf dem Wege der Befreiung / des Überlebens betrachtet. Kritik wird zum Teufelswerk, das von der Rettung ablenkt.
  • Neben paradiesischen Wunschvorstellungen entwickeln sich Todessehnsüchte, die mit einer Bewusstseinsverengung gekoppelt sein können. Eine Sucht nach der reinigenden, alle Probleme lösenden Katastrophe mit folgender Erlösung entsteht.
  • Im christlichen Fundamentalismus vermengen sich Schuldgefühle mit dem Bedürfnis nach göttlicher Bestrafung, permanente Angstgefühle, einhergehend mit zunehmender Verunsicherung, vermindern das Selbstwertgefühl, die Gefahr ausbrechender Neurosen / Psychosen / Zwangsvorstellungen besteht. Die Angst, dem Teufel nicht widerstehen zu können bedeutet oft die Aufgabe selbstverantwortlicher Entscheidungen.

Nicht nur in der Esoterik besteht eine intensive Erwartungshaltung für die Wintersonnenwende 2012, wobei meist spirituelle Neubeginnhoffnungen überwiegen. Endzeitfieber herrscht auch bei christlich-fundamentalistischen Gruppen, bei der rassistischen, antisemitischen Universalen Kirche, die als Minderheitenprogramm auch in der Steiermark anzutreffen ist, bei den in der Steiermark präsenten Meditationskreisen des Benjamin Creme, bei der theosophisch inspirierten I Am-Bewegung, aber auch beim Universellen Leben und anderen so genannten Sekten. Auch die Zeugen Jehovas, nunmehr staatlich anerkannt, leben in Erwartung des nahenden Jüngsten Gerichts, ebenso die Siebenten Tags-Adventisten. Genauso sind ScientologInnen überzeugt, dass nur sie die Apokalypse abwenden können.

Bei all dem könnte noch ein Run auf Österreich erfolgen. Dank der Alpen sollen wir vor der vernichtenden Flut geschützt sein, allerdings soll es zu einer Überschwemmung mit Flüchtlingen kommen. Einen esoterisch überhöhten Überlebens-Kultort, wie Bugarach in Südfrankreich, auf den gegenwärtig ein die Bevölkerung schockierender Ansturm von überlebenswilligen EsoterikerInnen stattfindet, gibt es in Österreich allerdings nicht.

Eine reduzierte Sonderform apokalyptischer Erwartungen ist die Sicherheit bzw. die Hoffnung, dass das „System", d.h. die kapitalistische technologische Zivilisation, zusammenbrechen werde. Nur eine neue Einfachheit mit Selbstversorgung, der Rückkehr zu alten bäuerlichen Wirtschaftsformen, können das Überleben in kleinen sozialen Gruppen sichern. Diese Einstellung verband sich in den USA mit dem dort existenten ariergläubigen, christlichen Rechtsextremismus und Neonazismus, in dem sich die angestrebte wirtschaftlich-kleinräumige Autonomie mit der Anlegung von Waffendepots verbindet. Derartige Ideen dürften auch eine neue Strömung im Rechtsextremismus des deutschen Sprachraums werden, der – eine neue Entwicklung – verstärkt Themen wie Biolandwirtschaft, alternative Technologien und Tierschutz aufgreift. Nicht nur erfolgt in Deutschland ein neuer Bunker-Boom für das Überleben nach dem Systemzusammenbruch, auch eine rechtsextreme Rezeption alternativer Überlebenskonzepte beginnt.

In diesem Sinn wiesen steirische Jugendliche mit kritischer Einstellung die LOGO ESO.INFO auf den deutschen Survival-Press-Verlag (www.survivalpress.org) hin, auf den sie beim Internetsurfen, auf der Suche nach neuen Lebensmodellen, gestoßen waren. Der Anteil an kritischen Jugendlichen, die nach anderen Wegen als den von unserer neoliberalen Gesellschaft vorgezeichneten suchen, ist größer, als man gemeinhin annimmt. Dass interessierte Jugendliche auch bewusst verschleierten rechten Positionen aufsitzen, kommt öfter vor, wobei meist Aufklärungs- bzw. Informationsmangel die Ursache ist.

Besagter inzwischen auch in Deutschland kritisch betrachteter, Survival-Press-Verlag punktet mit einer Mischung aus Selbstversorgerliteratur und Büchern über Waffen, Sprengstoffbeschaffung und -anwendungen etc. in der (politischen) Alternativszene. Etliche der Bücher sind Reprints aus der Nazizeit. Kritiker meinen, der Verlag verbreite eine Gewaltideologie und bereite die LeserInnen auf einen Bürgerkrieg vor. Auf jeden Fall geht es auch um den Kampf, den Widerstand gegen das „System". Im April gab es bereits fast vier Millionen Aufrufe der Website des Verlags. Zwar sind für Österreich und die Steiermark, abgesehen von der sporadischen Aushebung von Neonazi-Waffenlagern, keine derartigen Aktivitäten bekannt, es muss jedoch damit gerechnet werden, dass eine intellektuelle Beschäftigung mit der Thematik bei einer kleinen Minderheit auch junger Menschen stattfindet.

SCHATTEN ÜBER DEM YOGAPARADIES

Lange genoss Yoga den Ruf, eine seriöse, fernab sektoider Erscheinungsformen existierende Praxis zu sein. Nur fanatische christliche FundamentalistInnen bekämpften Yoga, vermuteten sie dahinter doch das Wirken des Teufels. Millionen haben sich dem Yoga zugewandt – 20 Millionen allein in den USA – und der Boom steigt weiterhin ständig. Auch in der Steiermark ist Yoga sehr beliebt, nicht zuletzt unter Jugendlichen. Genaue Zahlen über „unsere" Yogabegeisterten fehlen allerdings. Nicht zufällig wird in Graz vom 4.-6. Oktober im St. Veiter Schlössl der bereits dritte internationale Yoga-Congress stattfinden. Heute dominiert im Westen, so auch in Österreich und der Steiermark, ein Wellness Yoga, das auf Fitness, Stressabbau und Langlebigkeit abzielt und mit den geistigen Hintergründen des indischen Yoga nichts mehr gemeinsam hat. Modernes Yoga ist im Wesentlichen Ergebnis eines interkulturellen und interreligiösen Austauschs zwischen Indien und der westlich-materialistischen Welt, der ab dem 19. Jahrhundert einsetzte. Neben der Wellness-Richtung ist auch der teilweise berechtigte Glaube bedeutsam, Yoga könne psychosomatische Leiden heilen oder lindern bzw. die Gesundheit stärken.

Mit dem Wellness Yoga dominiert eine säkulare Yogaform, weiters werden neohinduistische Yogasysteme gelehrt, die den Bereich des Spirituellen umfassen und undogmatisch-religiöses Yoga, welches losgelöst vom Hinduismus zur spirituellen Reifung der Menschen führen soll und dabei Meditation massiv einsetzt. Der österreichische Yogaguide (www.yogaguide.at) listet 28 Yogastile / -schulen in Österreich auf, die vielfach auch in der Steiermark zu finden sind. In der Regel ist modernes Yoga systemkonform, d.h. es fördert die Integration in die Leistungsgesellschaft durch die Gesundheit stärkende Körperübungen, die oft dem Hatha Yoga entstammen. Yoga kann als Minderheitenpraxis auch subversive Aspekte aufweisen, indem die Yogapraxis als alternativer Lebensstil zu einem kritisierten kapitalistischen, ausbeuterischen Leistungsgesellschaftsmodell bewertet wird.

2012 geriet Yoga international in das Kreuzfeuer der Kritik, was sich in der Steiermark auch in Form von vermehrten Anfragen bei der LOGO ESO.INFO bemerkbar machte.

Diese yogakritische Welle speiste sich vor allem aus zwei Quellen:

1) Ein aufsehenerregender Bericht in der New York Times warnte: „Yoga kann ihren Körper ruinieren". Tatsächlich häuf(t)en sich in den USA, abgeschwächt auch in der Steiermark, Berichte, dass Yogastellungen zu negativen Auswirkungen auf Skelett und Muskulatur führen. Der Hintergrund: In unserer Kultur wird Yoga manchmal als Leistungskult und sportliche Spitzenleistung oder zirkusreife akrobatische Körperbeherrschung missverstanden und dieses Ziel wird mit exzessiven Übungen, angeleitet von schlecht ausgebildeten oder unverantwortlichen „Yogis", angestrebt. So praktiziert kann Yoga tatsächlich körperlich schädigen.

2) Sexueller Missbrauch in der Welt des Yoga führte zu internationalen Schlagzeilen. Auslöser war eine in Österreich beheimatete Yogaschule, die sich „Yoga im täglichen Leben" nennt („Yoga In Daily Life", YIDL) und von dem ehemaligen indischen Automechaniker Swami Maheshwarananda gegründet wurde. Seit 1972 ist Wien das Zentrum der inzwischen weltweiten Yogabewegung. Der Swami erlangte einen hohen Bekanntheitsgrad, nicht zuletzt betonte seine Organisation, auch soziale Projekte durchzuführen. Die Bombe platze heuer, als etliche Schülerinnen des „Yogi" in erschütternden Berichten erzählten, dass sie der „Meister" sexuell missbraucht habe, wobei die Ausnützung einer untertänigen Autoritätshörigkeit und der Glaube an die Unfehlbarkeit des Meisters eine bedeutende psychische Rolle einnahmen. Vor allem der Zwang zum oralen Sex spielte eine große Rolle, wobei der Guru laut Berichten seinen Samen als „Opferspeise mit Segenskraft" definierte. Fast alle der missbrauchten Frauen, inzwischen aus der Organisation ausgetreten, praktizieren weiterhin eine Yogaform und verbreiten dabei die Botschaft: „Lasst euch nicht manipulieren, passt auf eure Freiheit auf." Eine eigene Website berichtet über die sexuellen Missbräuche und Übeltaten, die dem „Meister" vorgeworfen werden. Auch Vorwürfe betreffend die Ausbeutung von Arbeitskraft und über hohe finanzielle Spenden an den Guru wurden publiziert. Weiters soll er Nicht-Vegetarier und Nicht-Yogis als unerwünschten Umgang bezeichnen. (Siehe Quellen)
„Yoga in täglichen Leben" vermarktet Produkte über „OM Shiva Esoterik" (www.om-shiva-esoterik.at) und „OM Namo Narayan Esoterik" (www.om-namo-narayan.com), wobei nicht nur yogaspezifische Erzeugnisse angeboten werden sondern die gesamt esoterische Palette von Channeling über Engel und Indigokinder . Während „OM Shiva Esoterik" z.B. eine Statue der Göttin Tara verbilligt um 1500€ anbietet, finden wir bei „OM Namo Narayan" Bücher der Theosophin Blavatsky , deren rassistische, arierverherrlichende, antisemitische Wurzelrasse traurige Berühmtheit erlangte und solche der Theosophin Annie Besant, die mit Gandhi stritt, da sie die hinduistische Kastenordnung im Sinne der reichen herrschenden Klasse aufrechterhalten wollte.

Maheshwarananda schweigt zu den Vorwürfen. Nur einmal meinte er, die Vorwürfe seien Werkzeuge der bösen Kräfte, die aus Neid zerstören. Die Organisation bezeichnet die Kritik als Rufmordkampagne, auf der Website der Bewegung wird der Konflikt peinlichst verschwiegen, unter der Rubrik „Presse" findet man nur die gruppeneigenen Jubel-Presseerklärungen. ( Stand 15. 7. 12), die betroffenen missbrauchten Frauen wurden von treuen SchülerInnen laut Medienberichten als „Huren", „krank", „verdorben", „Nestbeschmutzerinnen" und ähnliches beschimpft. KritikerInnen entgegneten, die Organisation sei eine „Sekte". Interessanterweise befindet sich ein unkritischer Hinweis auf die Organisation des Guru im österreichischen Yoga-Guide und in Wikipedia. (Stand Mitte Juli)

Auch in der Steiermark waren diese kritischen Beiträge von Bedeutung, zumindest führten sie zu Anfragen der Bevölkerung. Kurse von „Yoga im täglichen Leben" wurden in Graz wiederholt in der Freien Waldorfschule abgehalten, im Zentrum Jakominiplatz, aber auch in Wundschuh.

Randnotiz: Eine eher untergeordnete Rolle spielt in der Steiermark der angeblich „erfolgreichste Guru der Welt", der in Indien geborene Bikram Choudhury, der neue SchülerInnen mit der Frohbotschaft „Willkommen in Bikrams Folterkammer!" empfängt und sich als Mischung von Jesus und Elvis präsentiert. Bikram, dessen für Außenstehende seltsam anmutende Yogamethoden immer wieder kritisiert wurden, sammelt Bentleys und Rolls-Royces und residiert in einer Villa im exklusiven Beverly Hills. Seiner Ansicht nach wird reich und berühmt, wer seinen Yoga praktiziert. Bekannte volksnahe indische Yogis des 19. Jahrhunderts teilten diese Ansicht nicht.

3) Eine Quelle der Verunsicherung besteht in der Steiermark, vor allem im ländlichen Bereich, darin, dass Verwandte und soziales Umfeld es kritisch oder ängstlich aufnehmen, wenn junge Erwachsene eine Yogaausbildung in Indien anstreben. Es besteht die Sorge, dass der junge Mensch sich einer „Sekte" anschließe. Yogaausbildungen in Indien weisen eine breite Palette auf, von streng asketisch / puritanisch bis hippie-like locker.

Welche KRITERIEN sind nun zu beachten, um seriöse Yogaangebote zu finden? Diese Frage erhält zusätzliche Brisanz, da in Zeiten vermehrten Leistungsdrucks immer mehr gezielte Yogaangebote für Kinder und Jugendliche ausgeschrieben werden. Auch „Yoga im täglichen Leben" offeriert im Internet Angebote für Schulen.

  • Yoga sollte bei uns nicht an einen autoritären Meister / Guru gebunden sein, der bedingungslosen Gehorsam fordert und die freie Entscheidungsfähigkeit der Menschen untergräbt. Autoritäre Gruppen wie „Sahaja Yoga" haben immer wieder Konflikte bewirkt, vor allem wenn es um die „Oberhoheit" über Kinder und Jugendliche ging.
  • YogalehrerInnen sollten über eine seriöse Ausbildung verfügen, Angebote, in zehn Tagen zum Yogalehrer / zur Yogalehrerin ausgebildet zu werden, sind kritisch zu sehen.
  • Yoga ist weder ein Wettbewerbsevent, noch ein Leistungs- oder Kampfsport etc. Seriöse YogalehrerInnen betonen, dass gerade das Respektieren eigener Grenzen (und eine gewisse Demut im Gegensatz zu einem narzistischen Egokult) zu einer sinnvollen Yogapraxis dazugehört.
  • Körperbetontes Yoga (Hatha Yoga) mit seinen Asanas (Übungen) sollte nicht ohne fachkundige Anleitung nur nach einem Lehrbuch erlernt und praktiziert werden. Die Gefahr körperlicher Schädigung ist bei längerer unsachgemäßer Praxis der Übungen relativ groß.
  • Bei Angeboten eines geistigen Yoga ist zu prüfen, ob und wie weit man sich auf die weltanschaulichen Konzepte indischer bzw. undogmatischer, „freier" Spiritualität einlassen möchte. Dabei ist zu beachten, dass zu langes Meditieren für psychisch labile oder kranke Menschen zu Problemen führen kann.
  • - Die kritische Vernunft ist kein Hindernis für das Praktizieren von Yoga. Sie kann durch Erkenntnis vor Missbrauch und Ausbeutung schützen.

UND IMMER WIEDER SCIENTOLOGY

2012 erreichten die Anfragen zu der inzwischen krisengeschüttelten Church of Scientology einen neuen Höhepunkt. Dabei dürfte nach meinen Erkenntnissen und Wissensstand Scientology in der Steiermark nicht wachsen. In Wien ist die Organisation um Ausbreitung bemüht, es gibt bereits ein Celebrity Center für Prominente. Laut dem österreichischen Star-Aussteiger Wilfried Handl will sich Scientology Österreich mit einem neuen „Flaggschiff-Haus" in Szene setzen, für das bereits bis zu einer Million Euro zur Verfügung stehen dürften.

Die Gründe für die Anfragenflut in der Steiermark:

  • Zahlreiche kritische Presseberichte über Scientology
  • Eine spektakuläre Aktion der Hackervereinigung Anonymus gegen Scientology, die ergab, dass der bekannte, medial aktive Wiener Baumeister Lugner ein herzliches, förderndes Verhältnis zu Scientology hat. Lugner meinte, die umstrittenen Drogenrehabilitationsprogramme von Scientology seien hilfreich.
  • Die Website von Handl (www.wilfriedhandl.com) entwickelt sich zum Thriller-Hit: Da geht es um verschwundene und unter seltsamen Umständen verstorbene ScientologInnen, Straflager, Gehirnwäsche und die Verfolgung von KritikerInnen.
  • Magnotta, der mutmaßliche kanadische „Pornokiller", der vor laufender Kamera einen Studenten zerstückelte und Leichenteile an PolitikerInnen verschickte haben soll, ist laut Pressemeldungen überzeugter Scientologe. Wenn auch derart krankhafte, grausame Handlungen nicht Teil der Scientologylehre sind, genügte die Berichterstattung, um das Negativimage von Scientology zu fördern.

Von größter Bedeutung ist die medial breitgetretene Scheidung von Katie Holmes von Scientology-Werbezar Tom Cruise. Holmes flippte aus, als ihr Kind der scientologischen Erziehungsmethode unterworfen werden sollte. Das legt wieder einmal die Konzentration auf eine, für in der Jugendarbeit Tätige wichtige, Feststellung: Jugendliche sind nicht nur vorrangiges Zielobjekt scientologischer Werbung, sie erleiden auch, in der so genannten Sekte geboren oder früh durch Eltern in diese hinein getragen, eine bedenkliche „Erziehung". Hubbard verglich seinerzeit tobende Kinder mit psychisch kranken Erwachsenen. („Wenn Sie den Unterschied zwischen einer Gruppe tobender Kinder und psychisch gestörter Menschen erklären können, gebe ich Ihnen eine Medaille." / Cit in Ursula Caberta, siehe Quellen) Also werden sie schon in jungen Jahren dem Auditing unterzogen, an ein E-Meter (eine Art Lügendetektor) angeschlossen. Dort müssen sie ihre intimsten „Fehler" etc. preisgeben und werden auch zur Bespitzelung des sozialen Umfelds angehalten. Kinder werden als kleine Erwachsene betrachtet, sollen nicht getröstet oder gestreichelt werden, gleich nach der Geburt wird das Neugeborene AussteigerInnenberichten zufolge von der Mutter distanziert. Früh werden Kinder von anderen Nicht-ScientologInnen abgekapselt und intensiv mit Feindbildern gefüttert. Sie wachsen in dem Glauben auf, nur Scientology könne die Welt retten. Jugendliche streben dann Karrieren in der elitären, abgeschotteten Elite-Einheit Sea Org an.

Ist auch in der Steiermark der Zulauf zu Scientology gering, so erachte ich die Kultivierung eines kritischen Bewusstseins bezüglich dieser laut deutschen Verfassungsschutzberichten mit unserer Demokratie nicht vereinbaren Organisation für gesellschaftlich sinnvoll. Weiters gebe ich zu bedenken, dass viele KritikerInnen, mit denen ich konform gehe, auf Grund von Analysen aussagen, dass die scientologische Kindererziehung nicht mit der UNO-Menschenrechtskonvention vereinbar ist. Diese Überlegungen sollten in Österreich von zuständigen amtlichen Stellen bearbeitet werden.

Scientology reagierte auf die umfassende kritische Medienberichterstattung. In ihrer Presseerklärung vom 12. 6. 12 fand sie es „unbegreiflich, dass namhafte österreichische Medien" durch Berichterstattungen im Fall des Anonymusangriffs „diesen strafbaren Datenschutzverletzungen selbst Vorschub leisten". Kritische Medienberichte sind nicht erwünscht!

KRITISCHE WOLKEN ÜBER DEM TIBETISCHEN BUDDHISMUS

Lange genoss der tibetische Buddhismus mit seinem Flagschiff, dem Friedensnobelpreisträger Dalai Lama, größte Sympathien in der westlichen Welt. Die meditative Praxis des diamantenen Fahrzeugs, verbunden mit der Exotik einer uns fremden, von Elementen des Bönschamanismus durchzogenen Kultur, ließ für viele Menschen, auch in der Steiermark, den tibetischen Buddhismus zu einer beliebten Religion werden. Kritische Stimmen, die darauf hinwiesen, dass der tibetische Buddhismus gleich der katholischen Kirche im Mittelalter mit seinem Feudalsystem Bauern und Frauen unterdrückte, wurden tabuisiert. Die berechtigte Empörung über den von China betriebenen Ethnozid verschleierte die dunklen Flecken des historischen Lamaismus. Auch als bekannt wurde, dass der Dalai Lama ungeklärte Beziehungen zu alten Nazis unterhielt und sich z.B. für den faschistischen Diktator Pinochet einsetzte, verblasste der Glanz des „Gottkönigs" nur wenig. Das änderte sich nun mit einer kritischen Pressewelle, als bekannt wurde, dass der Dalai Lama ein Naheverhältnis zur CIA unterhielt und laut „Standard" auf der CIA-Gehaltsliste stand. Etliche SteirerInnen, die vom Dalai Lama begeistert waren, sind nun verunsichert.

CHRISTLICHE DÄMONENAUSTREIBERINNEN

Spielarten des christlichen Fundamentalismus nehmen in der Steiermark weiter zu. Meist handelt es sich um kleine Gruppen, die einer großen Fluktuation unterworfen sind. Höhepunkt in diesem Bereich war die Veranstaltung mit Morris Cerullo, unterstützt von der Vereinigung „Siegreiches Leben" in Graz.

Erklärtes Ziel der Bewegung ist es, Dämonen auszutreiben, Kranke zu heilen und Tote zu erwecken. Nun sind Heilungsversprechen mittels Dämonenaustreibungen kritisch zu betrachten. Die Möglichkeit medizinischer Scharlatanerie und falscher Heilsversprechungen ist dabei groß, was langfristig zu schweren Belastungen und Schädigungen der Gesundheit suchenden Menschen führen kann, sollte es durch die Dämonenaustreibungen zum Verzicht auf andere, bewährte Therapien kommen.

Markant auch die militarisierte Sprache: Anhänger der Vereinigung „Siegreiches Leben" sollen „Gott eine Armee gründen", Gott soll 2012 „die Armee aus Jugendlichen zusammenstellen", damit „wir gewalttätig das Himmelreich an uns reißen".

Gegenüber anderen Religionen herrscht offensichtlich keine Toleranz.

HARE KRISHNA TANZT WIEDER

Lange war es um die ehemalige Jugendreligion ISKCON, volkstümlich als Hare Krishna bekannt, relativ ruhig. Sexueller Missbrauch von Jugendlichen in den gruppeneigenen Schulen, ein dubioser Mordfall und andere Probleme erschütterten die extrem patriarchale Organisation massiv. Heuer traten die Mönche wieder in Erscheinung: In orangen (und weißen) Gewändern tanzten und trommelten sie wie in den frühen siebziger Jahren durch Wiens Mariahilferstraße, in der Grazer Innenstadt wurden Jugendliche angesprochen, durch Büchergeschenke sollten sie Interesse für ISKCON entwickeln.

STAATLICHE SCHAMANiNNEN

Der Zulauf zu den bei der Wirtschaftskammer angesiedelten EnergetikerInnen, die auch esoterische Elemente in ihrem Angebot aufweisen, hält weiter an. In Oberösterreich gibt es seit kurzem sogar SchamanInnen mit staatlich anerkannter Ausbildung. Die dortige Internationale Schamanismus Akademie wurde durch die WKO zertifiziert. Nunmehr gibt es eine Ausbildung, die, so die Internationale Akademie für Schamanismus, die Ausbildung zum (Neo-)Schamanen mit der zum Energetiker und zum Lebensberater vereint. Das ist Rückwind für die in der Steiermark seit Jahren boomende NeoschamanInnenszene. Auch kommerzielle Visionssucheangebote für Jugendliche finden in der grünen Mark KäuferInnen.

Unbemerkt von der Öffentlichkeit und den Medien hat sich die Republik Österreich offensichtlich von dem ihrer Demokratie zugrunde liegenden wissenschaftlich-rationalen, in der Aufklärung wurzelnden Weltbild teilweise verabschiedet. Naturreligiöse bzw. –magische Weltbilder stehen nun gleichberechtigt neben dem rationalen. Ob es nun auch zu gerichtlichen Prozessen gegen Schadenszauber praktizierende Hexen und schwarze MagierInnen kommen wird, bleibt abzuwarten.

Nordamerikanische Medizinleute standen und stehen im Widerstand gegen das ihr Land ausbeutende und ihre Kultur zerstörende kapitalistische System. Ihre österreichischen KollegInnen werden im Gegensatz dazu vom kapitalistischen System, sprich der Wirtschaftskammer, unterstützt. So verschieden können Kulturen sein!

WIEDER LICHTNAHRUNGS-TOTE

Die auch in der Steiermark immer wieder praktizierte und relativ präsente Lichtnahrung, eine Fastentechnik, die auf die Zufuhr von Flüssigkeit verzichtet und von der Esostar–Referentin Jasmuheen begründet wurde, hat in der Schweiz wieder zu einem Todesfall geführt. Nicht der erste, der auf das Konto der umstrittenen Eso-Methode geht. Von der Lichtnahrung ist im Gegensatz zu seriösen Fastenkuren abzuraten, auch wenn Jasmuheen inzwischen, ausgelöst durch medialen Druck, eine light-Variante entwickelt hat.

HALLO ATLANTERiNNEN

Sollten sie nicht ein schnöder, normaler, noch in niederen Trieben gefangener homo sapiens sein, den die Lust auf Leberkäsesemmeln umtreibt, sondern eine Wiedergeburt aus dem sagenhaften Atlantis, dann haben sie Glück! Denn seit 2012 gibt es in Graz Infoabende für Reinkarnierte und Seminare, in denen sie atlantische Arbeits-, Körperheil-, Friedens-, Herzens-, Freiheits- und Freudenstrahlen tanken können. Ein Medium channelt dabei ein „moe" genannte Wesenheit.

RECHTE JUGENDLICHE

Wiederholt gab es Meldungen über oft sehr junge SchülerInnen, die rechtsextreme und / oder rassistische Aussagen tätigten. Soweit LOGO ESO.INFO Einblick hat, handelte es sich dabei um ideologisch nicht gefestigte Jugendliche, die sich derartiger Wortmeldungen aus Protest oder um aufzufallen bedienen. Mit gezielten Programmen, auch in Zusammenarbeit mit anderen ReferentInnen, ist die LOGO ESO.INFO aktiv, um sachliche Informationen zum Nationalsozialismus und modernen Rechtsextremismus bereit zu stellen. Große Nachfrage besteht nach den einschlägigen kritischen Publikationen der LOGO ESO.INFO. Die umfangreiche Fachbroschüre „Die schwarze Szene" wurde allein im ersten Halbjahr 2012 rund 500-mal von www.logo.at heruntergeladen. Im letzten Quartal 2011 waren es rund 300 Downloads . Konzerte im Kontext des NSBM (Nationalsozialistisches Black Metal), die in Oberösterreich unter dem Motto „Rape for Satan" = „Vergewaltige für Satan" Tradition haben (auch der Widerstand dagegen!), bilden ein reges Diskussionsfeld. In Deutschland „blüht" diese Szene, was auf Österreich via Internet einwirkt.

QUELLEN/SEKUNDÄRLITERATUR (AUSWAHL)

Erfahrungen aus der Informationsberatungspraxis der LOGO ESO.INFO, Informationen aus der Bevölkerung.

Eduard Gugenberger, Roman Schweidlenka: Mutter Erde, Magie und Politik – zwischen Faschismus und neuer Gesellschaft, Neuauflage Osnabrück 2005
Hugo Stamm: Im Bann des Mayakalenders. Endzeithysterie in Sekten und Esoterik, Gütersloh 2012
Johannes Holey: Bis zum Jahr 2012. Der Aufstieg der Menschheit, Fichtenau (7) 2008
Ursula Caberta: Kindheit bei Scientology, Gütersloh 2008
Victor und Victoria Trimondi: Der Dalai Lama und die CIA, Manuskript, 2012

Der Tagesspiegel, 30. 1. 2012
Profil 25 / 11, Artikel von Edith Meinhart
Der Spiegel, 2. 5. 11
Der Standard, 10. 5. 12
Kurier, 28. 1. 12
Die Presse, 5. 7. 12

www.yogaguide.at, Juli 12
www.modernyogaresearch.org
www.connection.de, 4/12
www.yoga-im-taeglichen-leben.at, 15.7.12
www.swami-maheshwarananda-watch, Juli 12
Website des Survival Press Verlag, erste Hälfte 2012, KritikerInnenschriften dazu, die anonym bleiben wollen.
www.sueddeutsche.de, 13. 6. 12
www.fr-online.de
www.wilfriedhandl.com/blog, 22. 6. 12
www.ots.at/presseaussendung, 15 . 6. 12
www.siegreichesleben.at, 23.5.12, auch Schalom Mai 2011, auf www.siegreichesleben.at, 23.5.12
wwww.schamanismus-akademie.com, 1. 2. 12
www.tagesanzeiger.ch, 2. 5. 12
www.fightfascism.wordpress.com

Flyer „Ausbildung für Atlanter", gefunden in der ersten Hälfte 2012 in Geschäften der St. Peter Hauptstraße, Graz.
Zugehörige Website: www.moe-liebe-ist.at

Dr. Roman Schweidlenka
Leiter LOGO ESO.INFO
August 2012

PROJEKTE:

Mitmischen bei den Wahlen in der Steiermark und Vielem mehr. Verbindungen knuepfen, Gemeinsamkeiten entdecken, Bewusstsein schaffen. Beteilige dich an den ersten steirischen Jugendgesundheits-konferenzen! Gesundheitskompetenz in der professionellen, ausserschul. Jugendarbeit.

Stadt Graz, Amt für Jugend und Familie auf www.graz.atLand Steiermark, Abteilung 6 Bildung und Gesellschaft auf www.verwaltung.steiermark.at

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